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Was Trauernde und deren Mitmenschen beherzigen
sollten
Gib dem Leiden Worte: Die Trauer, die nicht spricht, flüstert
dem überlasteten Herzen zu und reißt es entzwei.
Shakespeare
Wer einen geliebten Menschen verliert erlebt sich in seiner Trauer
auf eine vollkommen neue, nie vorher erfahrene Weise. Die Trauer weckt
in ihm Empfindungen und Gefühle, die so verwirrend und übermächtig
sein können, dass der Trauernde manchmal glaubt nun werde
er verrückt. Und irgendwie ist diese Aussage, die viele Trauernde
machen, sehr treffend; denn in ihnen verrückt sich ein
gemeinsames Leben in ein neues, oft zuerst als einsam empfundenes Leben.
Diesem Verrücktsein stehen Angehörige und Mitmenschen
häufig hilflos gegenüber. Darum der Versuch einiger hilfreicher
Gedanken:
Trauen Sie Ihrer Trauer!
Lassen Sie Ihre Trauer mit allen Gefühlsschwankungen, mit Ängsten
und Sorgen, mit Wut, Zorn und auch Hass zu. Leben Sie nicht nach den
Erwartungen anderer, wie man sich zu verhalten hat. Akzeptieren Sie
Ihre widersprüchlichen Gefühle, die Sie häufig überfallen,
auch wenn sie auf andere eigenartig und manchmal auch als ungerecht
wirken.
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Seien Sie mit sich barmherzig!
Verzweiflung und Wut auf Menschen und Situationen, auf das Leben
und auf Gott werden Sie begleiten. Haben Sie Geduld, verurteilen
Sie sich nicht, sondern seien Sie barmherzig mit sich. Gestehen
Sie sich ein, dass Sie in der Trauer unendlich unglücklich
und verunsichert sind. Machen Sie sich keine Vorwürfe, sondern
entdecken Sie in Ihrem Verlust das Einmalige, das Ihnen verloren
gegangen ist. Geben Sie sich Zeit, mit dieser Situation fertig
zu werden.
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Trösten Sie sich!
Oft überkommen Sie Selbstzweifel und Schuldgefühle, nicht
alles getan zu haben, was man hätte tun können. Dann seien
Sie gut zu sich und denken Sie daran, was Sie dem Verstorbenen an Liebe
gegeben haben, dass Sie keine Schuld am Tod des geliebten Menschen trifft.
Wenn Sie Ärzten, Krankenschwestern, Bestattern oder Freunden Schuld
am erlittenen Verlust zuweisen, machen Sie sich klar, dass diese Verhaltensweise
für Sie eine Art der Schmerzlinderung ist, dass Sie sich gegen
den Verlust nicht anders wehren können, als immer wieder die Schuldfrage
zu stellen. Gehen Sie zu Menschen, denen Sie vertrauen. Haben Sie den
Mut, sich begleiten zu lassen in ihrer Trauer.

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